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fly’s Lieblingsspielzeug, Teil 1
Alt 21.03.2018, 21:17   #1
flyproductions
Grafikkarten-Guru-Mod ;)
 
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Registriert seit: 30.10.2008
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cool fly’s Lieblingsspielzeug, Teil 1

Seit ich meinen seinerzeit ersten hier vorgestellt habe, ist, bis auf den Hauptprozessor, daran praktisch nichts mehr ist wie es damals war. Deshalb hier einfach nochmal ein neuer Thread, in dem ich den aktuellen Status vorstelle.

Da das Ding wohl inzwischen auch in etwa die Grenze des mit dieser Maschine Machbaren repräsentiert - zumindest, wenn man als stehende Parameter a) das originale Mainboard und b) das unveränderte Gehäuse sieht - versuche ich mal, das Ganze gleichzeitg als eine Art „Rundum-Upgrade-Ratgeber“ aufzubauen. Und, da ich es endlich einmal geschafft habe, mit einem Thread-Starter-Posting sowohl die maximal erlaubte Zeichen- als auch Bild-Anzahl zu knacken, komme ich nicht umhin, zwei Teile draus zu machen. Hier also der Erste!

Heraus kommen kann bei den zahlreichen, teils sehr zeit- und unter Umständen sogar kostenintensiven Bemühungen um einen Cube natürlich kein nach heutigen Maßstäben „schneller“ Computer mehr. Man macht das also, wenn man es macht, in erster Linie aus Liebe zur Sache. Was aber dann doch noch herauskommen kann, ist ein Rechner, mit dem man auch heute noch - von Video / Fernsehen gucken bis Web-Surfen oder sogar „professioneller Grafik“ - eine Menge Sachen problemlos und komfortabel machen kann. Und das ist ja für einen Rechner, der vor ziemlich genau 18 (!) Jahren vorgestellt wurde, auch schon was! Zumal die Originalkonfiguration mit 450 Mhz G4, 64 Mb Ram, 16 Mb Grafik und 20 Gig HD heute bei aller Liebe tatsächlich nur noch als Museumsstück taugt.

Vor der Vorstellung der einzelnen Maßnahmen, erstmal zwei Bildchen vom Innenleben, so, wie es denn heute aussieht.

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Ansonsten macht es vielleicht noch Sinn, bevor man anfängt, aufzuzählen, was geht, kurz auf das einzugehen, was nicht geht. Das also, was, zumindest dann, wenn man Mods außen vor lässt, die das Gehäuse lediglich als Hülle für einen komplett anderen Rechner missbrauchen, die begrenzenden Faktoren sind. Während der maximale Arbeitsspeicher von 1,5 Gigabyte und die maximale Grafik von 256 Mb mit resultierend maximaler Auflösung von Full HD auch heute noch ganz gut verkraftbar sind, ist der letztlich nicht mehr zu umschiffende Flaschenhals der Systembustakt von aus heutiger Sicht lächerlichen 100 Mhz. Hier findet man die Ursache dafür, dass etwa ein Cube mit einem 1600er Prozessor-Upgrade und ein 1800er Single G5, trotz lediglich 200 Mhz CPU-Takt-Unterschied, in der Real-Life-Perfotmance eben doch gefühlte Welten auseinander liegen. So laufen Full HD Videos auf dem G5 (auch mit der gleichen Grafikkarte) problemlos. Auf dem Cube sind sie beinahe Dia-Show. Am Bustakt aber lässt sich leider pratisch nichts ändern. Zwar kommt man auch hier mit einigen Verrenkungen auf 133 Mhz. Möglichen erheblichen Problemen steht danach aber auf der Haben-Seite, außer der „statusträchtigen“ Anzeige im Systemprofiler, effektiv nichts gegenüber. Spürbare Verbesserungen wären hier wohl erst ab mindestens mal einem Drittel des Prozessortaktes, also irgendetwas um die 400 bis 500 Mhz, zu verzeichnen. Selbst der „kleine“ G5 ist ja mit 900 Mhz unterwegs! Der Cube aber muss hier mit dem auskommen, was er von Haus aus hat. Daran lässt sich leider nichts entscheidendes ändern.

Erfreulich dann aber, dass das, was man an und mit den übrigen Komponenten machen kann, doch eine Menge ist! Also der Reihe nach...

Prozessor / CPU
Das ist bei mir wohl die Baustelle, die, zumindest theoretisch, noch am meisten Luft nach oben offen lassen würde. Ich habe nach wie vor die Single-CPU-Karte von Powerlogix, die schon bei der ersten Vorstellung drin war.

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Obwohl als 1,7 Ghz verkauft, läuft sie bei mir stabil lediglich mit 1600. Leider haben die 7447a-Karten nur 512 Kb L3-Cache pro CPU und sind damit, je nach Anwendung, kaum schneller bzw. hier und da sogar etwas langsamer als die deutlich niedriger getakteten 7455/57er Karten mit 2 Mb Cache von Sonnet. Dafür laufen sie aber deutlich kühler und sind damit meiner Meinung nach für den Cube die bessere Wahl. Zumindest, wenn man mit möglichst wenig Lüfterlärm davonkommen will.

Letztlich eher theoretischer Natur sind die Überlegungen zu dem Thema allerdings deshalb, weil man in Sachen CPU-Upgrade für den Cube heute halt das nehmen muss, was man bekommen kann. Besonders schmerzlich, weil es sich dabei um die zentrale Maßnahme handelt. Ohne einen mindestens mal >1 Ghz-Hauptprozessor macht alles andere nur bedingt Sinn. Die absoluten Sahnestückchen in dem Bereich aber werden heute leider de facto nicht mehr zu bekommen sein. Das sind wohl namentlich zwei Vertreter der letzten G4-Generation, 7448, die alle Vorteile, hohen Takt, geringen Stromverbrauch / geringe Wärmeentwicklung und relativ großen Cache auf sich vereinen: Eine 2.0 Ghz Single- und eine 1.8 Ghz-Dual-Karte. Die wenigen Exemplare, die es davon noch gibt, werden heute wohl sämtlich in Liebhaberhänden sein. Vor Jahren habe ich ein einziges Mal eines der Dual-Upgrades auf ebay zu sehen bekommen, ...das am Ende damals schon für um die 400 Euro ging.

Dem Thema Stromverbrauch wird bei einigen speziell für den Cube vermarkteten Upgrades, namentlich den mit den Freescale Prozessoren der 7447a/48er Reihen ausgestatteten Karten von Powerlogix und Newer Technologies mit einem sogenannten VRM-Bypass begegnet, der die CPU-Karte an das 25 Volt Kabel für die Monitor-Stromversorgung des ADC hängt, anstatt sie dem bekannt schwächlichen VRM aufzubürden. Meine eigentlich für Tower-Rechner bestimmte Karte läuft aber auch ohne Bypass einwandfrei.

Was die Kühlung angeht, so sollte man spätestens ab 1000 Megaherz nicht mehr auf einen Lüfter unterhalb des Kühlkörpers verzichten. Akkustisch muss das aber kein Weltuntergang sein. Betrieben mit 5 Volt, laufen gute 80 x 15- und erst recht 80 x 25 mm Lüfter praktisch unhörbar, machen aber thermisch einen gewaltigen Unterschied zu lüfterlosem Betrieb. Wenn man da dann mal die Nase über das Gitter an der Gehäuseoberseite hält, mag man sich nicht mehr vorstellen, wie das wäre, wenn die Hitze nicht per Lüfter zumindest langsam ins Freie befördert würde.

Zu beachten außerdem, dass viele der Upgrades, die nicht speziell für den Cube gemacht sind, nicht mit der vorhandenen Kühlplatte zusammenpassen. Hier ist also unter Umständen intensive Bastelarbeit angesagt.

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Auf dem Bild sieht man meine Lösung: Eine maßgefertigte Kupferplatte. Ach ja, ...und außerdem sieht man unten, dass es zwischen meinem „AirPort-Ersatz“ und dem optischen Laufwerk dann doch relativ eng wird.


Hauptspeicher / RAM
Da gibt es nicht viel zu zu sagen. Natürlich 1,5 Gigabyte! In meinem Fall per 3 x 512 Mb PC 133 Kingston Value Ram.

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Die glänzenden Heat-Spreaders von REVOLTEC sind - offen gestanden - reine Optik. Sie sind weder tatsächlich allzu wirksam noch von der Temperaturentwicklung der doch recht lahm getakteten Speicherriegel her notwendig. Aber das Auge isst halt auch mit.

Es funktionieren auch PC 100 Module. Von der „Geschwindigkeit“ her macht das absolut keinen Unterschied, weil eben beide, wie gesagt, lediglich mit 100 Mhz angesteuert werden. Was allerdings nicht geht, sind 3 Gb mit den ab und zu auftauchenden 1 Gb-Riegeln. Wurde von mir selbst und auch anderen Usern hier getetet. Das ist in den meisten Fällen „registered“-Server Ram. Die Dinger werden in den Macs, in die sie physisch passen, schlicht nicht erkannt. Wenn noch anderes Ram verbaut ist, werden sie ignoriert. Wenn nicht, startet der Rechner erst gar nicht.


Massenspeicher / Harddisk
Da führt heute an sich kein Weg mehr an einer SSD vorbei. Und da dann halt SATA mit entsprechendem Adapter. Ich weiß gar nicht, ob es noch „echte“ IDE/PATA-SSDs gibt. Eine Notwendigkeit, sie zu suchen, gibt es jedenfalls nicht. Die SATA-Geschichte funktioniert einwandfrei. Und selbst in einer für den Cube üppigen Größe von z.B. 256 Gb ist das ja heute kein gravierender Kostenfaktor mehr.

In Sachen Performance freilich darf man keine Wunderdinge erwarten. Hier kommt wohl wieder der mickrige Systembus ins Spiel. Bei den Dauertransferraten ist um die 50 Mb/s Schluss. Und die erreicht man auch mit einer schnellen HD. Besser sieht es freilich mit den Zugriffszeiten und Lesen und Schreiben von kleinen Datenblöcken aus. Der Rechner reagiert also spontaner und „fühlt sich schon schneller an“.

Speziell beim Cube gibt es aber noch zwei weitere entscheidende Gründe für dieses Upgrade. Der erste ist die völlige Geräuschlosigkeit dieser Speicher, die natürlich besonders hier hochwillkommen ist. Und ebenso zuträglich ist der geringe Stromverbrauch, der mehr der knappen Ressource für andere Verbraucher wie etwa CPU- oder Grafik-Upgrades übrig lässt. Dass der gleichzeitig mit geringerer Wärmeentwicklung einhergeht ist das Sahnehäubchen.

Meine Lösung hier ist eine seit Jahren problemlos funktionierende 120 Gig OCZ Vertex 2, von der es neu längst nur noch Nachfolger gibt. Es werden aber sicher auch die meisten Anderen funktionieren. Interessanter ist da vielleicht sogar der Adapter. Ich habe diesen ACARD hier, der mir recht gut gefällt, weil er sich fast „wie eine normale Festplatte“ mit den originalen Anbauteilen, Schiene und Kühlkörper, verbauen lässt (wobei der Kühlkörper hier natürlich nicht wirklich vonnöten wäre).

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Wechselspeicher / optisches Laufwerk
Freilich kann man darüber diskutieren, ob man heute überhaupt noch ein optisches Laufwerk braucht. Aber beim Cube ist die Öffnung im Gehäuse nun mal vorhanden. Also wollte zumindest ich da auch was hinter haben. Außerdem fand ich gerade das Toaster-artige Be- und Entladen von Opticals immer einen der besonders „Hingucker“ des Würfels. Und extern verkabelter Wechselspeicher kommt für mich am Cube sowieso nicht infrage. Zumal zumindest die USB-Schnittstellen hierfür, selbst wenn sie nicht beide anderweitig belegt wären, alleine von der Geschwindigkeit her ausfallen würden.

Auch hier musste also die modernstmögliche Lösung mit dem besten tatsächlichen Nutzwert her. Und das ist ganz klar ein BluRay-Drive. Eines der wenigen Verfügbaren mit der erforderlichen Slot-Load-Mechanik war damals das Optiarc 5850 von SONY. Natürlich SATA. BD als IDE gibt es nicht. Aber das ist ja, dank zahlreicher passender Adapter, gottseidank kein Problem. Inzwischen scheint dieses spezielle Laufwerk gar nicht mehr so einfach zu bekommen zu sein.

So sieht das gute Stück also einbaufertig aus...

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...wobei das „einbaufertig“ natürlich nur dann gilt, wenn man zuvor die Halterung für das DVD-Drive des Cube mit entsprechenden Vorrichtungen zur Aufnahme von Notebook-Formfaktor-Laufwerken versehen hat. Wieso Apple das nicht gleich so gemacht sondern hier wieder eine vermutlich kostspielige Extrawurst gebraten hat, weiß ich nicht. Ein Laufwerk in der Bauform des originalen Apple-Cube-DVD habe ich jedenfalls sonst noch nirgends gesehen. Sei’s drum! Hier ein Notebook-Drive zuverlässig zu verankern ist nicht wirklich schwer und es gibt zahlreiche Wege, die zum Ziel führen. Meinen, der auf für ein paar Euro im Baumarkt zu beschaffenden Teilen basiert, und, bei dem wieder einmal Montagetape eine „tragende“ Rolle spielt, habe ich hier beschrieben.

Insgesamt muss ich sagen, dass ich das immer noch für ein wirklich nützliches Upgrade halte. Entscheidend ist dafür nicht nur die hohe Kapazität und der inzwischen günstige Preis der Medien: Eine wiederbeschreibbare 50 Gigabyte-Scheibe kostet aktuell um die 3,50 Euro! Das Teil ist auch vom Lesen her sehr deutlich schneller als das Original. Auch mit DVDs! Mit BluRays werden um die 20 Mb/s im Dauertransfer erreicht. Das entspricht in etwa dem, was die nicht einmal halb so große (!) ursprüngliche Festplatte konnte. Somit ist das, zumindest für archivierte Daten, sicher auch eine (wesentlich elegantere) Alternative zu externen FireWire-Festplatten. Und booten kann das Drive natürlich auch. Sinn macht das Ganze allerdings letztlich nur dann, wenn man auch in anderen Rechnern BluRay-Laufwerke hat. Im Cube selbst geschrieben habe ich bisher nur einmal eine 50er zu Testzwecken. Beschrieben werden die Scheiben ansonsten in meinem Arbeitsrechner.

Soweit des - Romans erster Teil...


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