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fly’s Lieblingsspielzeug, Teil 2
Alt 21.03.2018, 21:57   #1
flyproductions
Grafikkarten-Guru-Mod ;)
 
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Registriert seit: 30.10.2008
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Standard fly’s Lieblingsspielzeug, Teil 2

...und der Zweite folgt sogleich!

Grafik / GPU
Vermutlich das umfangreichste, meistdiskutierte Thema im Zusammenhang mit Upgrades für den Cube. Die Serienausstattung, ATI Rage Pro mit 16 Mb Vram, jedenfalls war den Anfordeungen spätestens seit der Einführung von OSX nicht mehr gewachsen. Am Ende aller Diskussionen gibt es hier aber eine eindeutige Antwort auf die Frage nach der besten Karte: Eine mit Mac Rom geflashte GeForce 6200! Und unter all den zahlreichen Varianten dieser Karte gibt es dann nochmal einen klaren „Sieger“: Club 3D CGN-626L !

Was ausgerechnet diese 6200 so besonders macht, zeigt sich im Detail.

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2,5 ns-Speicher mit einem Nominaltakt von 400 Mhz! ...der sich, wie sich inzwischen „im Langzeitversuch“ gezeigt hat, sogar noch absolut alltagstauglich um üppige 50 Mhz übertakten lässt. Obwohl in der Beschreibung ebenfalls nur mit den 6200-üblichen Taktraten von 350 GPU / 266 Ram vorgestellt, hatte das original (PC)-Rom der ersten dieser Karten, die ich in die Hände bekommen habe, die Clocks auf 430 / 450 (!) eingestellt. Und so läuft sie denn auch im Mac. Vollkommen problemlos und keinesfalls heißer als die kaum mehr als halb so schnellen anderen Varianten dieser Karte. Gleichwohl hat Club 3D sie, als äußeren Hinweis auf die (nicht dokumentierte) Performance, als Einzige der 4 verschiedenen 6200er im Programm mit aktiver Kühlung ausgetattet.

In der Praxis kann einzig diese Karte dank eben dieser recht brachialen Taktraten (deutlich über denen einer Radeon 9800 Pro!) das große Manko der 6200, den micktigen 64 bit Speicherbus, gegenüber wesentlich niedriger taktenden und von der GPU-Architektur her veralteten, aber eben mit 128 bit Speicheranbindung ausgestatteten Karten, wie den GeForce 3 und 5200 Ultra oder den Radeons 8500 und 9000 Pro, ausgleichen. Und das ohne die Nachteile dieser Kandidaten im Hinblick auf äußere Abmessungen, Temperaturentwicklung und Stromverbrauch zu haben, die deren Cube-Tauglichkeit ohnehin einschränken.

...und so sieht das „Wunderwerk“, schon ausgestattet mit der optimalen Kühllösung, einbaufertig aus.

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Was die messbare Performance angeht, so liegt die Karte, wie schon angedeutet, fast beim Doppelten (!) einer „üblichen“ GeForce 6200 und bei gut der Hälfte einer Radeon 9800 Pro. Die erwähnten 128 bit-Karten können bei älteren OpenGL-Versionen teilweise halbwegs mithalten. Bei den Neueren ab etwa 1.5 werden sie gnadenlos abgehängt. Und CoreImage kann keine davon. Auch die 5200 nicht wirklich.

Wenn jemand die Karte haben möchte, dann findet er sie hier und da (meist unbeachtet für ein paar Euro) auf ebay. Da sind dann etwas Geduld und vielleicht eine gespeicherte Suche „GeForce 6200 AGP“ angesagt. Das passende Mac-Rom stelle ich bei Bedarf gerne zur Verfügung. Ach ja, ...und zum Betrieb im Cube muss man die „üblichen“ beiden Pins deaktivieren!

Zu den „dickeren“ Karten, namentlich den 256 bit-Karten Radeon 9700 / 9800 Pro sowie der von mir selbst als „Machbarkeits-Studie“ projektierten GeForce 6800 XT, aber auch der moderneren, 30-Zoll-fähigen 6600 GT ist zu sagen, dass sie alle, auch wenn sie schon mal in einem ausgebauten Cube-Core gelaufen sind, weit davon entfernt sind, alltagstaugliche Cube-Karten zu sein! Keine davon lässt sich mit der Cube-eigenen Stromversorgung per Stock-VRM betreiben. Keine davon läuft innerhalb der serienmäßigen äußeren Hülle ohne hoffnungslos zu überhitzen. Daran ändern in der engen Box selbst röhrende 12 Volt Lüfter nix. Mal abgesehen davon, dass die im Cube niemand haben will. Mit der 6800 XT an der Standard-Stromversorgung etwa ist der Cube augenblicklich komplett stehen geblieben, sobald eine 3D-Anwendung gestartet wurde. Und obwohl die Karte, mit einem großen 12 Volt Lüfter bestückt, außerhalb des Gehäuses noch in vertretbaren Temperaturbereichen lief, ging es innerhalb kaum 5 Minuten gut, bis die ersten Überhitzungs-Ausfallerscheinungen auftraten.

Die (wenigen) Cubes, in denen etwa 9800er Radeons laufen, hatten normalerweise Powerlogix-Cases. Und oft sogar eine zusätzliche externe Stromversorgung nur für die Grafikkarte. Natürlich ist das eine Geschmacks-/Philosophie-Frage. Aber für mich ist es eben gerade das einzigartige Apple Original-Gehäuse, was den Cube ausmacht. Cubes sind das dann für mich also keine mehr. In seiner ursprünglichen Hülle allerdings ist mir aus dem Netz nur ein eiziger 9800 Pro-bestückter Cube bekannt: Der „berühmte“ Wassergekühlte. Und selbst der ist für die Kühlung auf externen Strom angewiesen. An all dem gemessen, ist die Leistung, die die kleine 6200er - ohne irgendwelche Verrenkungen voll alltagstauglich, leise und kühl - bietet, an sich sensationell!

Leider gilt auch für die etwas performanteren Grafik-Lösungen Gleiches wie für die CPUs: Ohne aktive Kühlung geht nichts! Aber auch hier ist das kein Beinbruch, da auch hier das Zauberwort 5 Volt heißt. Die nach meiner Erfahrung optimale Lösung, die von einer Radeon 9600 XT stammt, hatte ich ebenfalls schon einmal ausführlich vorgestellt. Hierzu gibt es inzwischen nochmal ein kleines Update: Bei dem Lüfter, den ich aktuell montiert habe, habe ich, wie man hier auf dem Bild erahnen kann,...

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...auf der „Ansaugseite“ das andere Leitblech entfernt. Das hat den Vorteil, dass keine der drei verschraubten Haltelaschen wegfällt und die Luftführung noch etwas besser zu sein scheint. Die Kühlleistung ist jedenfalls selbst mit 5 Volt perfekt! Idle liegt die Karte bei normaler Raumtemperatur stabil unter 60 Grad und auch bei stundenlangen Video-Sessions mit XBMC steigt sie nicht über mittlere 70er Werte. Höher zu bekommen ist sie nur mit mehrfach wiederholten 3D-Benchmarks wie OpenMark. Und selbst damit muss man es schon wirklich heftig treiben, um in die Nähe von 90 Grad zu kommen. Das ist für eine 6200 absolut unbedenklich. Als „critical temperature“ gibt nVidia, soweit ich mich erinnere 115 Grad an. Letzte Gewissheit, dass es sich bei diesem Radeon-Ding um die beste Kühllösung für diese (und wahrscheinlich auch einige andere) Karte(n) handelt, hat ein inzwischen durchgeführter Vergleich mit dem lange Zeit quasi „Referenz-Lüfter“ von Titan gebracht. Trotz Kugellager und größerem Durchmesser war der Titan lauter. Und trotz Kupfer und Coolaboratories Liquid Pro (das man mit Alu-Kühlkörpern nicht benutzen kann) als Wärmeleiter hat er deutlich schlechter gekühlt. Hier siegt offenbar schiere Wärmeaustauschfläche deutlich gegen besser leitendes Material. Natürlich wäre der Traum ein Cube komplett ohne Lüfter. Aber hier sollte man nichts riskieren. Zumal die beiden mit 5 Volt laufenden Lüfter tatsächlch nur hörbar sind, wenn man das Ohr direkt über den Luftauslass am Gehäuse hält. Bereits aus einer Entfernung von ca. einem Meter hört man selbst bei Stille im Raum absolut nichts mehr!


Stromversorgung / VRM
Das „berühmte“ C-VRM von Giga-Design! Was sonst?

Hier auf dem Bild zusammen mit einem Relocation-Kit...

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...für den ich nun „leider“ keine Verwendung mehr habe. Denn erstens ist die 6200 ja Low-Profile und insofern kann das VRM da bleiben, wo es hingehört, und zweitens ist der Platz, wo es hin müsste wenn es im Weg wäre, ja inzwischen anderweitig vergeben. Beides zusammen habe ich damals für die Experimente mit der 6800 zur Verfügung gestellt bekommen. Da ging mit dem Stock-VRM halt tatsächlich wenig. Für mein aktuelles SetUp ist es an sich überflüssiger Luxus, da der Rechner auch mit dem Apple Standard absolut einwandfrei läuft. Aber, um im Zweit-Cube im Keller zu versauern, ist es ja nun auch zu schade. Schließlich sind ja selbst vor Jahren offenbar schon ganz ordentliche Preise für die Dinger gezahlt worden...

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...und auch von der Rückseite macht es sich doch ganz gut.

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Das rote Kabel links liefert übrigens die 5 Volt an den Lüfter der GeForce. Und unten sieht man, neben der nun leeren AirPort-Türe, meine eher kunstlose Lötnaht am Abschirmkästchen der Antenne. Apple kann das hübscher. Aber es erfüllt seinen Zweck.


Netzwerk / WLAN
Mein letztes Upgrade! Einige Cubisten haben möglicherweise mitbekommen, dass das doch ein nicht ganz unerheblicher Aufwand war. Bereut habe ich es dennoch nicht! Es war die Maßnahme, die dem Würfel nochmal einen der entscheidendsten Schritte in Richtung „Usability“ in heutiger Zeit beschert hat: Die Möglichkeit zum Einsatz in Drahtlos-Netzwerken auf zeitgemäßem Geschwindigkeitsniveau, wie sie inzwischen für jedes Telefon selbstverständlich ist. Mit der damals von Apple verbauten AirPort-Karte ging da überhaupt nichts mehr. Da war die „sensationelle“ Geschwindigkeit von kaum 2 Mbit nicht einmal der einzige Pferdefuß. Sondern vor allem auch die Tatsache, dass die Karte „noch“ keine WPA/WPA2-Verschlüsselung unterstütz, die ja nicht erst seit gestern absoluter Standard ist. Der Fritz-Repeater etwa, mit dem ich mein Kabelfernsehen im WLAN verteile, akzeptiert überhaupt keine anderen Verschlüsselungen mehr. Nun wäre diese Klippe noch mit einem der für kleines Geld verfügbaren USB-Dongels zu umschiffen gewesen. Aber auch da setzt die Geschwindigkeit der Schnittstelle dann wieder eine inakzeptabele Grenze. Außerdem wäre damit einer der beiden USBs belegt, so dass man sich in der Folge nur noch überlegen könnte, ob man BlueTooth-Eingabegeräte oder einen VGA-HDMI-Adapter benutzt. Ich möchte aber auf keines von Beiden mehr verzichten.

Lösung für dieses Problem war letztlich der feste interne Einbau eines der recht zahlreichen Mini-Router in den letzten innerhalb des Gehäuses verfügbaren Raum zwischen dem Harddisk-Rahmen und dem optischen Laufwerk. Aus verschiedenen Gründen fiel meine Wahl dabei auf den WR902AC von TP-Link.

So sieht er betriebsbereit am Einsatzort aus...

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...und von außen verrät er sich dann doch noch durch knapp 10 Zentimeter Kabel.

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Schließlich muss der Rechner ja an den Router angeschlossen werden. Und der LAN-Port ist halt nur von außen zugänglich. Wie das Ganze ansonsten vonstatten ging, habe ich (mit allen Irrungen und Wirrungen) anderenorts sehr ausführlich beschrieben. Deshalb gehe ich da jetzt nicht mehr weiter drauf ein.

Nur so viel noch: Auch abgesehen davon, dass der „inoffizielle“ Anschluss für die (notwendige!) externe Antenne am Router nur für 5 Ghz / Wireless AC funktioniert, hat sich der Betrieb im 5 Ghz-Band in der Praxis als die eindeutig bessere Alternative herausgestellt. Zwar ist die maximale Geschwindigkeit nicht unbedingt viel höher. Auch auf 2,4 Ghz habe ich in der Spitze bis zu 30 Mbit erreicht. Allerdings ist der Durchsatz hier, selbst bei bester Signalstärke, ständigen erheblichen Schwankungen bis unter 2 Mbit unterworfen. Und auch Komplettabbrüche sind keine Seltenheit. So ist etwa das unterbrechungsfreie Übertragen von größeren Datenmengen über das Netz in der Praxis fast unmöglich. Auf dem 5 Ghz-Band ist das überhaupt kein Problem. Es stehen - selbst bei nicht einmal besonders gutem Signal - absolut stabil zwischen 20 und 30 Mbit zur Verfügung. Beinahe so, als ob der Rechner per Kabel direkt am Router hängen würde!


Soviel zu den „empfehlenswerten“ Upgrades für den Rechner, der dem Forum den Namen gab und meiner Meinung nach einer der schönsten Computer ist, die je gebaut worden sind.


Zu ergänzen vielleicht noch ein paar Erweiterungen, die eher Zubehör als direkte Upgrades sind, aber den Nutzwert nochmals entscheidend erhöhen:

- Irgendein BlueTooth-Dongle. Zumindest die mit Broadcom-Chip sollten alle funktionieren. Wer will schon Maus oder Tastatur per Kabel an das gute Stück hängen?

- Alternativ geht für die Eingabe auch noch Logitech Touch Mouse. Dann lässt sich der Cube per iPhone steuern. Apps, die sowas können, gibt es eine Menge. Diese aber ist die Einzige, die ich gefunden habe, bei der der erforderliche Server noch unter Leo läuft und die somit Cube-tauglich ist. Leider kann sie allerdings, wie sich gezeigt hat, einen wenig schönen Einfluss auf die WLAN-Performance haben, da sie, zumindest im 2,4 Ghz-Band, ganz erheblich zu stören scheint. Das sollte man sich also zumindest mal mit einem Speedtest anschauen. Ich benutze inzwischen wieder lieber die BlueTooth-Mouse in Verbindung mit PopChar, für die seltenen Fälle, in denen tatsächlich mal Texteingaben erforderlich sind.

- ...und - Last but not Least - das eigentlich unverzichtbare Würfel-Accessoire VGA zu HDMI Adapter. Vorzugsweise von Delock . Nicht ganz billig. Liefert aber die perfekte Schnittstelle zu modernen Fernsehern...inklusive Audio-Ausgabe! Funktioniert Plug an Play und, eine entsprechende Grafikkarte vorausgesetzt, Full HD. Genau das Ding hat bei mir den Cube letztlich aus einem jahrelangen Dornröschenschlaf erweckt und ihm wieder zu beinahe täglichem Einsatz verholfen. Im Gegensatz zu einer ATV etwa hat er den DVD-Player gleich an Bord und zumindest die ATV 2 konnte ja nicht einmal Full HD. Auch dieses Wunderwerk hat seinen eigenen Thread.


Soweit also der Versuch eines (weitestmöglich) kompletten Cube-Upgrade- und Erweiterungs-Guides am Beispiel eines meiner Lieblingsspielzeuge. Natürlich kann jetzt jeder sagen „Was soll der ganze Mist? Ich kaufe mir einen Mini und hab das alles ohne eine MInute Zeitaufwand und wahrscheinlich sogar billiger!“

Aber das ist dann eben kein !



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Geändert von flyproductions (21.03.2018 um 23:37 Uhr).
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